4.9.2026

Internationaler Tag der Wohltätigkeit: Wie kleine Gesten Großes bewirken

Warum wir helfen, spenden und uns engagieren: Zum Internationalen Tag der Wohltätigkeit zeigen wir, wie kleine Gesten gesellschaftlich etwas bewirken.
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4.9.2026
Internationaler Tag der Wohltätigkeit: Wie kleine Gesten Großes bewirken
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Ein Tag im Zeichen des Helfens

Am 5. September steht weltweit die Wohltätigkeit im Mittelpunkt. Die Vereinten Nationen haben den International Day of Charity 2012 ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung von Wohltätigkeit und freiwilligem Engagement aufmerksam zu machen und Menschen dazu zu ermutigen, sich für andere einzusetzen. Das Datum wurde bewusst gewählt: Der 5. September ist der Todestag von Mutter Teresa, die 1979 mit dem Friedensnobelpreis für ihren Einsatz gegen Armut und Not ausgezeichnet wurde. (Vereinte Nationen)

Dabei geht es nicht nur um Geld. Wohltätigkeit kann viele Formen annehmen: Zeit schenken, sich ehrenamtlich engagieren, Wissen teilen, Sachspenden leisten oder Menschen in schwierigen Situationen unterstützen. Gerade in Krisenzeiten kann dieses Engagement dazu beitragen, Gemeinschaften zu stärken und Menschen miteinander zu verbinden.

Was bedeutet Wohltätigkeit eigentlich?

Wohltätigkeit gibt es in nahezu allen Kulturen und Gesellschaften. Im Kern steht eine einfache Idee: Menschen setzen sich für andere ein, ohne eine unmittelbare Gegenleistung zu erwarten.

Das kann eine Spende an eine gemeinnützige Organisation sein, ein ehrenamtlicher Einsatz oder eine ganz alltägliche Geste. Für viele gemeinnützige Organisationen sind freiwilliges Engagement und Spenden ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit.

Dabei zeigt sich: Großzügigkeit ist nicht zwangsläufig eine Frage des eigenen Wohlstands. Der aktuelle World Giving Report der Charities Aid Foundation (CAF) untersucht weltweit, wie und warum Menschen spenden – und zeigt, dass Spendenbereitschaft nicht allein vom Einkommen abhängt. Für den Report 2026 wurden Menschen in mehr als 100 Ländern zu ihrem Spendenverhalten befragt. (

Deutschland hat noch Potenzial

Der aktuelle World Giving Report 2026 zeichnet für Deutschland ein gemischtes Bild. 46 Prozent der Befragten in Deutschland gaben an, im vergangenen Jahr Geld gespendet zu haben. Weltweit waren es 61 Prozent, in Europa 57 Prozent.

Auch beim Anteil des Einkommens, der gespendet wird, liegt Deutschland unter dem internationalen Durchschnitt: In Deutschland beträgt dieser durchschnittlich 0,4 Prozent. Weltweit sind es 1,0 Prozent, in Europa 0,6 Prozent. (Stiftung Aktive Bürgerschaft)

Gleichzeitig gibt es Ansatzpunkte dafür, wie Organisationen Menschen besser zum Spenden motivieren können. Der aktuelle Report zeigt unter anderem, dass Transparenz und nachvollziehbare Informationen über die Arbeit gemeinnütziger Organisationen eine wichtige Rolle spielen. 35 Prozent der Befragten gaben an, mehr zu spenden, wenn Organisationen transparenter über ihre Arbeit und Organisationsstrukturen informieren würden. (

Das zeigt: Vertrauen und ein nachvollziehbarer Bezug zur Wirkung können entscheidend dafür sein, ob Menschen bereit sind, sich zu engagieren.

Was bringt uns zum Helfen?

Unsere Bereitschaft zu helfen entsteht oft dort, wo wir einen konkreten Anlass oder eine persönliche Verbindung sehen. Naturkatastrophen, humanitäre Krisen oder lokale Notlagen können dazu führen, dass Menschen spontan aktiv werden. Auch persönliche Empfehlungen und die direkte Ansprache durch Organisationen spielen eine Rolle. (

Ein bekanntes Beispiel dafür ist die Ice Bucket Challenge im Jahr 2014. Die virale Aktion machte die Nervenkrankheit ALS weltweit sichtbar und mobilisierte Millionen Menschen. Allein für die ALS Association wurden 115 Millionen US-Dollar gesammelt. Die daraus finanzierten Forschungs- und Unterstützungsmaßnahmen haben die Arbeit der Organisation nachhaltig beeinflusst. (ALS Association)

Solche Beispiele zeigen, wie aus einer einfachen Idee eine große Bewegung entstehen kann – wenn Menschen einen konkreten Anlass finden, sich einzubringen.

Wie kann man sich am Internationalen Tag der Wohltätigkeit engagieren?

Der 5. September ist eine gute Gelegenheit, selbst aktiv zu werden. Wie das aussieht, bleibt jedem selbst überlassen:

Geld spenden:
Wer spendet, kann gemeinnützige Organisationen direkt unterstützen. Dabei lohnt es sich, auf Transparenz und nachvollziehbare Informationen zur Mittelverwendung zu achten.

Sachspenden geben:
Kleidung, haltbare Lebensmittel oder Hygieneartikel können beispielsweise für Tafeln, soziale Einrichtungen oder andere gemeinnützige Organisationen hilfreich sein. Am besten vorher prüfen, was tatsächlich benötigt wird.

Zeit schenken:
Ehrenamtliches Engagement ist genauso wertvoll wie eine Geldspende. Ob einmalig oder regelmäßig: Wer Zeit investiert, unterstützt Organisationen direkt und bringt gleichzeitig eigene Fähigkeiten und Erfahrungen ein.

Im Alltag helfen:
Manchmal braucht es gar kein großes Projekt. Ein offenes Ohr, Hilfe für Nachbar:innen, Unterstützung im Alltag oder das Weitergeben von Wissen können bereits einen Unterschied machen.

Als Unternehmen engagieren:
Auch Unternehmen können gesellschaftliche Verantwortung übernehmen – beispielsweise indem sie Mitarbeitenden Zeit für ehrenamtliches Engagement ermöglichen, Spendenaktionen unterstützen oder gemeinsam mit gemeinnützigen Organisationen Social Days organisieren.

Kleine Gesten, große Wirkung

Wohltätigkeit muss nicht spektakulär sein. Oft beginnt sie mit einer kleinen Entscheidung: Zeit zu schenken, Verantwortung zu übernehmen oder jemandem Unterstützung anzubieten.

Der Internationale Tag der Wohltätigkeit erinnert uns daran, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt davon lebt, dass Menschen füreinander einstehen. Und dass Engagement nicht erst dann wertvoll wird, wenn es groß ist.

Denn manchmal beginnt große Wirkung mit einer ziemlich kleinen Geste.

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